„Eine Dosis Gift ist zwanzig Dolche wert.“
Rotschleier, Herrin von Bruchstein
Dritter Markttag von Mortis, 126 HR
Als der Lichtblitz verging, sah Naghûl sich sofort wachsam um. Sie befanden sich in einem anderen Raum ... einem opulenten, aber düsteren Raum, der in einem überwältigenden Kontrast zu der kargen Krypta stand. Die Wände waren mit dunkelroten Samttapeten bedeckt, auf denen goldene Muster schimmerten und mehrere Gemälde stellten erotische oder grausame Szenen dar - oft beides zugleich. An einer Wand stand ein imposanter Schminktisch aus dunklem Holz, übersät mit Flakons und Schmuckstücken. Der Rahmen des großen Spiegels darüber wurde von sich windenden Dämonenfiguren gebildet. Nahebei befanden sich mehrere gepolsterte Sessel und ein niedriger Tisch mit Kelchen und einer Karaffe. Vor allem aber stach Naghûl das kreisrunde Bett ins Auge, bedeckt mit seidenen Laken in verschiedenen Rottönen und unzähligen Kissen. Die Bettstatt war von einem durchsichtigen, schwarzen Schleier umgeben, der wie Rauch in der Luft zu schweben schien. Die Luft war warm und schwer, erfüllt von einer fast greifbaren sinnlichen Spannung.
Naghûl schüttelte den Kopf, wie um sich durch die exotischen Düfte nicht benebeln zu lassen. Wo waren sie? Warum hatte der Zauber sie gerade in diesen Raum gebracht? Er sah sich um, suchte nach den anderen, um sich mit ihnen zu besprechen – und stellte zu seinem Entsetzen fest, dass drei von ihnen fehlten: Lereia, Garush und Yelmalis waren nicht da. Dafür einige Tanar'Ri – ein Cambion, eine Alu und mehrere Kelvezu - die sie schadenfroh angrinsten. Noch ehe Naghûl sich von dem Schreck erholen oder einen klaren Gedanken fassen konnte, leuchtete ein Runenkreis in der Mitte des Raumes auf ... Einen Lidschlag später stand dort eine Frau, atemberaubend schön und zugleich – das war unzweifelhaft spürbar – atemberaubend gefährlich. Sie hatte rötliche Haut und geschwungene Hörner, die aus dem langen, tiefschwarzen Haar hervorragten. Hinter ihrem Rücken spannten sich zwei große, ledrige Schwingen auf und der tiefrote, goldbestickte Stoff ihres Gewandes verhüllte genug, um die Fantasie anzuregen, enthüllte aber auch so viel, dass die Perfektion ihres Körpers außer Frage stand. Naghûl spürte, wie ihn bei ihrem bloßen Anblick eine Hitzewelle durchfuhr. Eine Succubus, ohne Frage, doch gewiss nicht irgendeine. Ihre Anziehungskraft war noch viel stärker als die jener Verführerin, der sie zwei Tage zuvor in der Bar begegnet waren. Sollte dies …?
„Ach, wie ist das reizend ...“ Die Dämonin musterte die Gruppe und lachte dann. „Seit so vielen Jahrtausenden liegt es da unten, und nun endlich ist jemand gekommen, es zu holen.“
Naghûl wollte etwas erwiderten, doch untypischerweise versagte ihm die Stimme. Er konnte sich nicht einmal rühren, nur die wunderschöne Frau anstarren, die in der Mitte des Raumes erschienen war. War das ein Zauber, den man über sie gelegt hatte? Oder war es einfach nur ihr Zauber? Der Tiefling konnte nicht einmal zu den anderen blicken, um zu ergründen, ob es ihnen genauso erging. Er bemerkte nur, dass der ihm gegenüber stehende Sgillin den Blick offenbar ebenso wenig von der Dämonin abwenden konnte.
„Willkommen in Bruchstein“, meinte die Succubus mit einer Stimme, von der Honig zu fließen schien, aber mit einem hintergründigen Lächeln. „Ich bin Rotschleier und heiße euch in meinem Heim willkommen.“
Also doch … Rotschleier. Die Herrin der Gespaltenen Zitadelle selbst. Sie waren verloren. Der Macht der Tochter zweier Dämonenfürsten hatten sie nichts entgegenzusetzen. Doch seltsamerweise schien das gerade unwichtig zu sein. Sie anzusehen war eigentlich alles, was Naghûl im Moment interessierte. Nein, nicht nur anzusehen … sich nach ihr zu verzehren … Der Sinnsat biss sich fest auf die Zunge, in der Hoffnung, der Schmerz würde ihn aus ihrem Bann reißen. Tatsächlich konnte er für einen Moment zumindest wieder klar genug denken, um sich zu erinnern, dass Lereia, Garush und Yelmalis nicht da waren. Um eine aufsteigende Panik zu fühlen.
Rotschleier drehte sich indes einmal langsam im Kreis, um alle genauer zu mustern, dann blieb ihr Blick bei Kiyoshi. „Du bist also der Auserwählte, ja? Ich weiß nicht, ob ich dich beglückwünschen soll.“ Als der junge Mann sie nur schweigend und mit großen Augen anstarrte, lächelte sie spöttisch. „Wie süß. Ein tapferer, pflichtbewusster Soldat.“ Dann sah sie wieder in die Runde. „Nun frage ich mich doch, was mache ich mit euch? Und sicher fragt ihr euch dasselbe. Was haltet ihr von einem kleinen Handel, hm?“
Naghûl starrte sie an, noch immer unfähig, etwas zu sagen. Er wollte nach den drei Verschwundenen fragen – doch es kam kein Wort über seine Lippen.
Rotschleier strich sich durch das schwarze Haar. „Ich deute dieses Schweigen als ein Ja“, erklärte sie, offenbar amüsiert.
Naghûl konnte Sgillin gegenüber schwach nicken sehen – und zu mehr war auch er selbst nicht imstande.
„Es ist ganz einfach“, führte die Succubus ihre Absichten aus. „Ich habe etwas, das ihr wollt: eure drei abwesenden Freunde. Und ihr könnt mir vielleicht etwas beschaffen, das ich will. Bringt es mir, so bekommt ihr eure drei verlorenen Schafe wieder. Wie klingt das?“
„Schafe?“, murmelte Kiyoshi verträumt.
Nun endlich, zum ersten Mal, seit sie in den Raum teleportiert worden waren, konnte Naghûl sprechen. Er wollte ihr entgegenschleudern, dass sie sich in eine noch tiefere Ebene der Abyss scheren möge. Dass sie aber zuvor Lereia, Yelmalis und Garush herausrücken sollte. Über seine Lippen aber kam etwas ganz anderes: „Ja, Herrin, wir bringen Euch, was immer Ihr wünscht.“
„Aber Gebieterin“, warf nun der Cambion zögernd ein. „Was ist mit dem Schwert?“
„Das Schwert war nie für diesen Ort bestimmt!“, entgegnete die Herrscherin von Bruchstein schneidend. „Es war im besten Fall ein Unruhefaktor hier. Und es hat eine Bestimmung – von der ich möglicherweise sogar will, dass sie ins Rollen kommt. Denn das Schwert kann mir nicht bringen, was mir nutzt. Aber diese armen, verlorenen Seelen ... vielleicht.“ Sie wandte sich wieder zu Kiyoshi. „Das Schwert ... behalte es. Es wird Dinge in Gang bringen, die geschehen müssen. Ich will etwas anderes.“ Sie trat nun ein paar Schritte auf den jungen Soldaten zu, mit geradezu sündhaftem Hüftschwung.
„Was wünscht Ihr, oh wunderschöne Herrin?“, fragte Kiyoshi, offenbar ebenso wenig wie alle anderen fähig, sich aus ihrem Bann zu lösen.
Rotschleier lächelte. „Einen Kuss.“ Sofort hob sie die Hand. „Doch nicht von dir. Einen Kuss deines Bundmeisters wünsche ich.“
Ihre Worte drangen an Naghûls Ohren, doch dauerte es einige Sekunden, bis auch sein Verstand begriff, welch ungeheuerliche Forderung sie gerade gestellt hatte. Neben sich hörte er Dilae fassungslos ächzen. Einen Kuss von Sarin … hatte sie das wirklich gesagt?
„Ich fürchte, das liegt nicht in meiner Macht, Herrin“, erwiderte nun Kiyoshi, noch immer mit merkbar vernebelten Sinnen. „So sehr ich Euren Wunsch auch erfüllen möchte ...“
Rotschleier lachte. „Ich glaube dir, dass du das gerne würdest. Aber ich weiß auch, du kannst es nicht entscheiden. Sag es ihm.“
„Wie Ihr wünscht, wunderschöne Herrin“, erwiderte der junge Soldat wie in Trance.
„Und falls er dich fragt, warum … Ein attraktiver Mann, ein edler Paladin, ein liebender Ehemann und der Bundmeister des Harmoniums in einem …“ Sie lachte erneut. „Nein, ich kann nicht widerstehen.“ Dann kehrte sie zur Mitte des Raumes zurück und breitete ihre Schwingen aus, als sie sich wieder an die gesamte Gruppe wandte. „Sagt es ihm: Ein Kuss von ihm und eure Freunde kommen frei. Falls nicht … Nun, das wollen wir doch alle nicht. Ihr habt mein Wort, ich tue ihnen kein Leid an, bis ich eine Antwort habe.“ Sie sah zu den Kelvezu. „Bringt sie unbeschadet hinaus, auf dass sie meine Forderung überbringen können.“
Ein roter Lichtblitz und sie war verschwunden … Sie nahm den Zauber ihrer verderbenbringenden Verführungskünste mit sich, aber dennoch dauerte es eine Weile, ehe Naghûl wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Er spürte den überwältigenden Drang, die Kelvezu zu attackieren, ihnen einen Hagel magischer Geschosse entgegen zu schicken. Doch er wusste, dies hätte nur den drei Gefangenen geschadet. So beherrschte er sich, folgte mit geballten Fäusten den Wächtern, die sie nun aus dem Raum führten. Auch die anderen lösten sich aus ihrer Erstarrung und stolperten hinterher.
„Lereia ...“, murmelte Sgillin fast tonlos, als er einen letzten Blick zurück in den Raum warf.
Dilae presste beide Hände gegen den Mund und zitterte am ganzen Körper. „Das ... das ist Wahnsinn“, flüsterte sie. „Er ... wird das niemals tun.“
„Nein“, meinte Jana bitter. „Natürlich nicht.“
Tarik griff wortlos nach Dilaes Hand, während Sekhemkare ein frustriertes Zischeln von sich gab.
„Ihr Leben hängt jetzt wohl von einem Kuss zwischen einem Paladin und einem Succubus ab ...“, stellte der Yuan-Ti fest.
„Und nicht gerade von irgendeinem Paladin“, erwiderte Sgillin düster.
Einer der Kelvezu, der sie hinaus eskortierte, lachte boshaft. „Das wird ein Fest.“
Naghûl warf ihm einen vernichtenden Blick zu, sagte aber nichts, wohl wissend, dass er sich möglicherweise nicht mehr würde beherrschen können, wenn er sich in dieser Lage auf einen Wortwechsel mit einem Tanar'Ri einließ. So folgte er den Wächtern schweigend, seine Miene fast ebenso versteinert wie die von Kiyoshi. In seinem Kopf summten die Gedanken wie Fliegen, Gedanken an Befreiung, Gedanken an Vergeltung, Wut, Angst, Bestürzung … alles prasselte gleichermaßen auf ihn ein. Er hatte damit zu kämpfen, seine Gefühle so weit unter Kontrolle zu halten, dass er den Wächtern ohne Zwischenfälle nach draußen folgen konnte. So nahm er kaum wahr, durch welche Gänge und über welche Treppen sie geführt wurden, ehe sie wieder vor dem großen Tor der Festung Bruchstein standen.
„Los!“, fuhr einer der Kelvezu sie noch an. „Verschwindet. Überbringt die Nachricht!“
Dann begaben die Wächter sich wieder ins Innere ohne sich weiter um sie zu kümmern, wohl in der Annahme, dass die Gruppe schon wusste, was das Beste für ihre gefangenen Freunde war. Naghûl, niedergeschlagen und voller Sorge, warf einen Blick zu seinen Gefährten. Sgillin machte ein düsteres Gesicht, Tarik sah erschöpft und ratlos aus und Dilae war offensichtlich ziemlich durch den Wind. Während Kiyoshis Miene noch versteinerter wirkte als sonst, schnellte Sekhemkares Zunge immer wieder nervös zwischen seinen Lippen hervor. Jana hatte kein Wort geredet, seit sie Rotschleiers Gemächer verlassen hatten und war immer dicht bei Naghûl geblieben, sie wirkte blass und schmal.
„Gehen wir“, sagte Sgillin leise.
Dilae nickte schwach, doch Jana blieb stehen. „Wir können hier nicht einfach weg. Die anderen sind wahrscheinlich tot, bevor wir Sigil erreichen.“
„Ja“, erwiderte der Halbelf grimmig. „Wenn wir hier noch länger warten, sind sie das wahrscheinlich.“
Dilae stimmte ihm zu. „Ich denke nicht, dass wir den anderen helfen, wenn wir hier bleiben.“
„Also, in Sigil helfen wir ihnen ganz sicher nicht“, meinte Jana unbeirrt. „Und davon abgesehen: Habt ihr eine Vorstellung davon, was die mit ihnen machen werden?“
Naghûl schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht, ob Rotschleier ihr Wort hält, dass sie ihnen nichts tut, bis sie eine Antwort hat. Aber wir hätten alle durch ein Fingerschnippen von ihr sterben können. Ich denke, sie will diesen Kuss wirklich. Allein darin liegt unsere Chance – und die Chance unserer Freunde.“
„So ist es“; erklärte Kiyoshi. „Ich muss eine Nachricht übermitteln und neue Befehle holen. Ich mache mich auf den Weg.“
„Ich komme mit“, meinte Sgillin. „Hier helfen wir keinem.“
Jana wirkte verzweifelt, aber entschlossen. „Ich weiß auch nicht, was wir tun können ... noch nicht. Aber ich lasse sie nicht einfach hier zurück, nicht ohne es zumindest zu versuchen.“
„Dein Vorhaben klingt edel“, räumte Tarik ein. „Aber du hast doch nicht einmal einen Plan. Bruchstein ist eine unglaublich gut bewachte Festung. Wie sollen wir bis ins Gefängnis kommen?“
„Richtig, das ist Wahnsinn“, stellte Kiyoshi fest. „Unvorbereitet, ohne Plan und allein. Ich werde Euch nicht unterstützen. Ich habe meine Befehle, ich gedenke, sie zu befolgen.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und ging in Richtung der Lavadrachen, die die Besucher hinunter brachten.
Sekhemkare nickte. „Es scheint an seinem Bundmeister zu liegen.“
Der Yuan-Ti folgte Kiyoshi und auch Sgillin schloss sich den beiden an.
„Aber wir können doch an einem Plan arbeiten“, unternahm Jana einen letzten Versuch.
Dilae seufzte. „Den möchte ich aber ungerne hier ausarbeiten, wo alle Wände Rotschleiers Ohren haben.“ Sie legte der Hexenmeisterin sanft eine Hand auf den Arm. „Gehen wir erst einmal nach Seuchentod.“
Naghûl nickte zu ihren Worten. Er verstand Janas Gefühle und hätte selbst nichts lieber getan als in die höllische Festung zu stürmen und Lereia, Yelmalis und Garush zu befreien. Doch er wusste, sie wären chancenlos gewesen und würden nur das Wohlergehen oder gar das Leben ihrer Freunde gefährden. Als er sich mit Tarik zusammen Kiyoshi, Sgillin und Sekhemkare anschloss, gab Jana sich geschlagen. Seite an Seite mit Dilae folgte sie den anderen zu den Lavadrachen. Sie ließen sich hinunter fliegen und legten dann den kurzen Weg bis zum Portal nach Seuchentod schweigend zurück. Als sie wieder in der Torstadt ankamen, musterte man sie aufmerksam und wachsam, ließ sie aber passieren.
Ein Stück vom Palast der Erzlektorin entfernt blieb Naghûl dann an einer Straßenecke stehen. „Unsere Wege trennen sich hier erst einmal“, wandte er sich an Sekhemkare. „Wir gehen durch unser Portal, Ihr werdet einen eigenen Weg haben.“
Der Yuan-Ti nickte. „So ist es. Wir werden unsere Bundmeister informieren - und natürlich auch Mallin und Hashkar.“
„Gut“, meinte Naghûl. „Wir werden uns bald wieder sehen, denke ich. Der Segen der Dame.“
Tarik hob zum Abschied die Hand. „Danke für alles da unten. Wir sehen uns und finden eine Lösung.“
„Möge Eilistraee Euch immer schützen“, fügte Dilae hinzu.
„Mögen die Kami Euch bewahren“, erwiderte Kiyoshi den Gruß.
Sgillin, erschöpft und niedergeschlagen, nickte der Dunkelelfe zu. „Pass auf dich auf, Dilae.“
Sie lächelte warm. „Du auch.“
Jana hingegen verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich finde es widerwärtig und feige, die einfach da unten ihrem Schicksal zu überlassen.“
„Dann sag uns deinen Plan“, entgegnete Sgillin gereizt, während Sekhemkare genervt zischelte.
„Genau.“ Dilae sah Jana ernst an. „Sag konkret, was du machen willst.“
Auch Kiyoshi musterte die Hexenmeisterin nun durchdringend. „Gebt uns einen gangbaren Weg und wir beschreiten ihn. Doch wer nur blind voran stürmt, der stürmt in sein Verderben.“
Naghûl nickte sacht. Der junge Soldat schien aus seinen Erfahrungen damals im Stock gelernt zu haben. Und die inzwischen abgeschlossene Grundausbildung beim Harmonium hatte gewiss ein Übriges getan.
„Ich habe keinen Plan“, erklärte die Hexenmeisterin heftig. „Aber wenn wir uns eine Nacht hier irgendwo einmieten und uns Mühe geben, wird uns schon etwas einfallen!“
Tarik seufzte. „Was ändert das, ob wir eine Nacht hier verbringen oder in Sigil? Außer, dass wir dort unsere Bundmeister um Rat fragen können und gewiss mehr Hilfe bekommen.“
„Genau“, meinte Sgillin. „Der Plan ist: Wir besprechen uns mit denen, die das Ganze am ehesten lösen können. Wir können hier nichts ausrichten, leider. Niemand geht einfach nach Bruchstein hinein, wenn Rotschleier es nicht will, da bin ich sicher.“
Jana wirkte inzwischen regelrecht aufgelöst. „Aber meine Güte, was glaubt ihr, was die Dämonen mit denen machen?!“
Dilaes Stimme klang rau, als sie antwortete. „Das machen sie mit ihnen, ob wir hier in Seuchentod oder in Sigil sind.“
„Ich habe alles gesagt, was zu sagen ist.“ Kiyoshi schulterte seine Naginata. „Ich kehre zurück nach Sigil.“
Sekhemkare fluchte leise auf Yuan-Ti und wandte sich dann an Tarik und Dilae. „Kommt endlich, wir sind der Verlorenen keine Rechenschaft schuldig.“
Die Dunkelelfe nickte seufzend, winkte noch einmal zum Abschied und schloss sich dann mit Tarik zusammen Sekhemkare an. Als die drei um die nächste Straßenecke gebogen waren, setzte sich auch Kiyoshi in Bewegung, Richtung Stadttor.
„Ich finde es trotzdem feige“, murmelte Jana leise.
Sgillin schnaubte genervt und folgte dem jungen Harmoniumsoldaten, während Naghûl noch einmal stehen blieb und sich nach der Hexenmeisterin umsah.
„Komm jetzt“, meinte er erschöpft. „Wir klären das alles in Sigil.“
Sie erwiderte nichts mehr und folgte ihm, doch den Weg bis zum Portal legten sie in eisiger Stille zurück.
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gespielt am 26. März 2013
Auch beim Willenswurf für Rotschleier würfelte Naghûls Spieler eine 1, wie schon zuvor bei der Nachthexe.





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